Rainer Deuschle

Fasziniert von Fotografie und Zeichnung

Schon als Kind war Rainer Deuschle von der Fotografie fasziniert. Stundenlang konnte er im abgedunkelten Badezimmer sitzen und dem Vater dabei zuschauen wie der ein Bild nach dem anderen auf Barytpapier belichtete und es danach entwickelte. Doch nicht nur die Entstehung der Papierbilder fesselte ihn. Auch die vielen Bleistift-Zeichnungen seines Urgroßonkels aus dem ersten Weltkrieg hatten es ihm angetan. Er schwankte zwischen Fotografie und Zeichnung.
Als er sich im Alter von 16 Jahren seine erste Spiegelreflexkamera leistete, war dies ein ersten Schritt zum künftigen Beruf.

Mit 18 Jahren ging Rainer Deuschle bei einer grafischen Kunstanstalt in die Lehre und erlernte den Beruf des Reprofotografen. 1982 legte er die Meisterprüfung ab. Im selben Jahr absolvierte er ein Praktikum bei dem Industriefotografen Jürgen Lippert. Dabei lernte er viel über die Wirkung von Licht und den gezielten Einsatz von Beleuchtung.

1984 holte ihn sein Bruder Thomas in sein Grafikbüro. Rainer Deuschles Talent, aus technischen Zeichnungen perspektivische Ansichten zu fertigen, sprach sich rasch herum und so wurde die technische Illustration zu einem Schwerpunkt des Büros.

1991 begann für Rainer Deuschle das digitale Zeitalter. Gemeinsam mit seinem Bruder Thomas und zwei weiteren Partnern gründete er die Firma ScreenArt für digitale Bildbearbeitung.
Zehn Jahre arbeitet Rainer Deuschle für Screenart, bevor er im Jahr 2001 eine neue Herausforderung annahm und sein eigenes Grafikbüro gründete.

"Oft wirkt die technische Illustration tot, ich versuche sie möglichst lebendig zu gestalten", beschreibt Rainer Deuschle seine Herangehensweise an die unterschiedlichen Aufgabenstellungen und hier kann er sein profundes technisches Wissen ebenso
wie die Liebe zur künstlerischen Fotografie einbringen.

Die Wechselwirkung von Licht und Schatten und der gezielte Einsatz von Farben zeichnen Deuschles Arbeiten aus, wobei es, wie er selbst betont, auf die richtige Mischung aus dem lebendigen Medium der Fotografie und der Exaktheit und Gradlinigkeit der Zeichnung
ankommt, damit die Aussage möglichst klar transportiert wird.